Archiv für Juli 2010

Wenn „Experten“ aus dem Nähkästchen plaudern…

… kommt nicht nur raus, was nicht unbedingt an die Öffentlichkeit kommen soll, sondern mit unter auch eine Menge Stuss. So erneut geschehen im ultras.ws-Forum. Dort präsentiert sich ein Hansafan als Szenekenner und plappert bezüglich Unique Rebels1 auch gleich mal drauf los. Das Ziel ist aus früheren Episoden bekannt: Diskreditierung.

Dass die Gruppe nichts zu melden, Fahnenverbot und eine „Waschlappen“-Mitgliederstruktur hat, weiß er zu berichten und will damit klar machen: die gehören gar nicht wirklich zu Hansa, die zählt ihr bitte und besser nicht zu uns. Links und Hansafan sein, das gehört sich offenbar nicht und möge bitte auch nicht zum FCH gezählt werden.
In welchem Widerspruch sich der Autor damit angesichts dessen bewegt, dass diese Gruppe dann offenbar doch einen gewissen Sympathisantenkreis hat, in Teilen selbst lang genug in der führenden Gruppe (führend) aktiv war2 und auch nicht die erste links-alternative Organisierung bei Hansa5 ist, scheint ihm nicht klar zu sein.
Angesichts dieser Auseinandersetzungen sollte eine Debatte über Ultra an und für sich dann mal intensiv geführt werden oder solche gelaufenen Debatten mal zu Kenntnis genommen und dementsprechend mal eine Einordnung vorgenommen werden.
Ich für meinen Teil verstehe darunter nämlich mehr als ein bloßes Daumendrücken für den Verein, Basteleien von Choreographien, saufen auf Fahrten und zünden von Pyrotechnik, sondern eine kulturelle Einheit, die all das mit einschließt, was diese Kultur und ihre Akteure bewegt, fasziniert und auch nur tangiert. Das meint ein Engagement für den Verein, das Meinungen – und auch die politischen – nicht an Eingangstür und -Tor von Stadion und Szene-Raum abgibt, sondern eben auch die Kultur von Musik, Umgangs- und Kommunikationsweisen nach innen und außen, Debatten und Organisierung3 einschließt.
Inwiefern sich eine Gruppe, wie die Unique Rebels, die ein Fanheft rausgeben, Konzerte6 und Diskussionsveranstaltungen organisieren6, das Stadion als Aktive besuchen und sich damit auch noch auf den FC Hansa Rostock beziehen, dementsprechend nun der dortigen Ultraszene zurechnen lassen (dürfen) oder nicht, obliegt dann einerseits der Sache, ob man diese Deutung von Ultra teilt4, und andererseits was man für eine Vorstellung von Szene hat, die doch letztendlich für die Gesamtheit der Fans steht oder stehen sollte. Dass die Unique Rebels Ton-angebend sind, hat niemand behauptet. Ein Teil dieser Szene sind sie aber, ob das nun andere Teile wollen oder nicht, trotzdem allemal. Inwiefern eine solche Vielfalt der Szene nicht zuträglicher ist, als die Einfalt, die mancherorts durch die Diskreditierung geradezu beschworen wird, sei mal als Debatte in den Raum gestellt.

  1. Von diesen bin ich im Übrigen nach wie vor kein Mitglied. Die Vehemenz, mit der manche Kreise allerdings gegen diese Gruppe, ihren Ursprung und Ausrichtung vorgehen, offenbart allerdings so manche Abgründe, deren Bereinigung für die Lösung des Problems m.E.n. sehr hilfreich wäre. [zurück]
  2. Das diese Leute bekanntermaßen aus freien Stücken die Gruppe Suptras Rostock verlassen haben, verdreht er, wenn er schonmal bei der Diskreditierung ist, gleich mal in einen Rauswurf. [zurück]
  3. Womit Ultra mal ziemlich abstrakt bestimmt wäre und wie es i.d.R. aus den Ultra-Nationen bekannt ist. [zurück]
  4. Wenn nicht, dann sollte Ultra (an dieser Stelle) vielleicht mal geklärt werden, damit derartige Widersprüche nach Möglichkeit aus dem Raum geschafft werden. [zurück]
  5. Zu erwähnen wären hier z.B. mal die Ropiraten Rostock. [zurück]
  6. Sie sind – passenderweise – damit ja geradezu als Kulturbereicherer zu bezeichnen! [zurück]

freaks on e


Verrückte Mongos!

„Daraufhin wurden einige Rostocker Schweinsledergürtel zweckentfremdet… “

Punkt 1:
Rockstar erklärt, was es mit der Aufregung über das Hitze-Chaos bei der Bahn auf sich hat. Eine ziemlich zynische Angelegenheit.

Punkt 2:
Angesichts dieser insgesamt eher mäßig-interessanten Liga (man denke nur mal an unseren Hassgegner Aaaaaaalen am kommenden Sonnabend!), sei mal an einen, inzwischen auch zu den Älteren gehörenden, Bericht der Barmy Army erinnert.
Hier eine Kostprobe:

[…]Um dem wachsamen Augen der Policija zu entgehen, sollte es mit dem Zug über Stettin, Breslau und Leipzig nach Burghausen gehen. Da aber einige Internethuhls sich nicht zurückhalten konnten, bekamen die Cops unsere Deeskalationsroute mit und bestiegen wie immer, ohne gültigen Fahrausweis, unseren Zug. Das passte natürlich keinem, worauf hin der Pöbel den ICE auf dem Nebengleis enterte. Frikadelle und Pjotr Schmitkowski (beide Hauer allererster Coleur) ließen sich nich lange bitten und kaperten nun auch die Lok! Der Lokführer und einige Schaffner machten den Schuh. Alle drin! Alles klar! Ab dafür! „Rostock-Burghausen nonstop“ tönte es aus den Lautsprechern. Alle am gröhlen!

Auf Höhe Leipzig dann doch ein kurzer Halt. Eine Scheibe ging zu Bruch! Und nun war jedem klar was hier los war. Circa 700 Lech Posen Huhligäns mit ihren Freunden von Cracovia Krakau griffen uns an. Auch 2 Ultras Dynamo und 1 Zwickauer (Zwickau hat die älteste und grösste Ultra Gruppe in der westlichen Hemisphäre) waren mit von der Partie. Sie attackierten uns mit Mollies und Morgensternen. Daraufhin wurden einige Rostocker Schweinsledergürtel zweckentfremdet und nach 2 Minuten harter aber fairer Fights küsste die gesamte Gegnerschaft den Boden. Bis nun jeder seine neu errungenen Klamotten und Turnschuhe präsentiert hatte, waren wir auch schon in Burghausen. […]

Bleibt zu hoffen, dass uns die Züge auf der Erfurt-Tour keine Hitze-Beschwerden bescheren.

Sommer-Classics

Streitpunkt Unique Rebels

Unter der Woche gaben die Unique Rebels ihre Gründung bekannt. Eine neue Rostocker Gruppe stellt sich damit auf, die wohl nicht zu Unrecht eher links eingeordnet wird und sich deswegen nun erheblichem Gegenwind ausgesetzt sieht. Dass dieser nur anoynm äußert macht sehr schön deutlich, dass einige in der Rostocker Fanszene zwar ihre rechtsoffene1 unpolitische Subkultur behalten, aber dafür bloß nicht offen diskutieren wollen5.
(mehr…)

„Durch Bewegung überwindet man Kälte. Durch Stillhalten überwindet man Hitze.“

dit is definitiv zu heiß draußen

Kurz notiert: Zu Ultras.ws und Unique Rebels

Auch wenn es der Beitrag ganz unten von unique.rebels vielleicht anders vermuten lässt, so möchte ich an dieser Stelle nur kurz festhalten, dass ich bei ultras.ws weder geschrieben habe, noch aktuell schreibe. Inwiefern sich die neue Rostocker Gruppe zu diesem Forum verhält, kann ich nicht sagen und beanspruche auch nicht, dass mein Blog (Äußerungs-)Organ dieser ist. Auch wenn ich andere Argumente dafür habe, schließe ich mich der bisher allgemeinen Ablehnung der Rostocker Fanszene gegenüber ultras.ws an.

Unique Rebels – Hansa Rostock! Präsent und progressiv.

Mit Freude habe ich heute Folgendes vernommen:

Was mit den Austritten der hauptsächlichen HDZ Redaktion bei den Suptras begann und in einem zusammenwirken als loser Personenkreis weiterführte, fand am 4.7.2010 sein „Ende“ in einer neuen festen Gruppe. Für uns ist es jedoch ein Anfang, ein Anfang von einer hoffentlich positiven Zukunft.
Nicht nur für uns, auch für Hansa verlief die jüngste Vergangenheit nämlich alles andere als wünschenswert. Doch nun ergibt sich eine Situation in der sich für beide die Möglichkeit eines Neuanfangs bietet. Während Hansa zum ersten Mal seit der Clubgründung nicht mindestens in der 2. Liga spielt und sich einiges neu aufstellt im Verein, zieht die Fanszene auf die Hintertortribüne um und geht einen wichtigen Schritt in Ihrer Entwicklung. Auch wir werden diesen Schritt natürlich mitgehen und uns im Block 25 niederlassen. Die Parallelität drückt sich auch in unserem gewählten Namen aus. „Unique“ lässt sich z.B. mit „einzigartig“ oder „ungewöhnlich“ übersetzen, während „Rebels“ wohl klar sein dürfte. Leute die nicht Hansafan sind werden es vielleicht anders sehen oder es zumindestens nicht verstehen, doch treffen diese Attribute in unseren Augen auch auf den FC Hansa Rostock zu.
Um die Verbindung weiterzuführen und unsere absolute Priorität als Gruppe klar zumachen, tragen wir den Namen unseres FCH als Zusatz in unserem Namen und verzichten auf ein offizielles Gruppenlogo. Zwar wird sicherlich die ein oder andere grafische Spielerei genutzt werden, doch ist die Kogge das Zeichen dass über allem anderen steht und auch unsere Zaunfahne zieren wird. Wir sind dem Verein jedoch nicht völlig blind ergeben. Ein kritisches Auge wird unser stetiger Begleiter sein, der allerdings auch auf unsere Gruppe achtet. Selbstreflexion zu betreiben und nicht nur das Denken und Handeln anderer zu hinterfragen, sollte nämlich nicht vergessen werden.
Unseren Verein als Freundeskreis und mit Spaß zu unterstützen, ist für uns zwar das Wichtigste, dabei denken wir jedoch auch weiter und sprechen uns gegen jede Form von Diskriminierung aus, was in der heutigen Gesellschaft leider immer noch notwendig ist. In der Kurve sollte sich jede/r wohl fühlen und mit Spaß alles für den FCH geben. Unsere Aufmerksamkeit wird aber auch bei weiterreichenden Themen liegen, da wir nicht nur „von Wand bis Tapete“ denken wollen sondern auch für unsere Rechte kämpfen.
Mehr bleibt uns wohl nicht zu sagen, doch stehen wir jedem offen gegenüber der mit uns in Kontakt treten möchte.

Unique Rebels-Hansa Rostock im Juli 2010

KLICK

Sampdoria – Wie das Schwarz in mein Herz kam

Anfang Mai hat sich zu Blau, Weiß und Rot nun noch das Schwarz in mein Herz gesellt, als ich Doria zu Hause beim Spiel gegen Livorno besuchte. Da muss ich wieder hin!