Archiv für August 2011

Hier und da: Krieg.

Seit Tagen ist die Presse voll von den Berichten, wie sich die Aufständischen in Libyen die Hauptstadt von Staatsführer Gaddafi erobert haben, wie sie die geheimen Tunnel unter Tripolis erkunden, die Villen des Herrscher-Clans ausplündern und auf Fahndung nach Muammar gehen. Die Libyer haben sich die Demokratie erkämpft und der Westen hat sie dabei tatkräftig unterstützt. Nicht weil es den Staatsmännern der führenden Staaten auf dieser Welt darauf ankommt, dass das nordafrikanische Wüstenvolk erst zur Wahlurne rennt, bevor es regiert wird, sondern vielmehr, weil ihnen der Gaddafi ohnehin seit Jahrzehnten nicht in ihr Programm passte. Dieses sieht nicht etwa vor den sonst so geknechteten Ländern Glück, Segen und Versorgung zu bringen, sondern diese für die Interessen des Westens einzuspannen.1 Dagegen erhob sich Gaddafi nicht zu selten. Er wollte ein starkes Libyen mit eigenen Interessen. Nun ist er gestürzt und die Libyer haben ein ausgemachtes Problem, denn prompt bricht die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Infrastruktur zusammen. (mehr…)

Wenn Polizisten angreifen, sorgt dafür, dass sie es nie wieder tun!

In Griechenland bebt ja nun schon eine ganze Weile die Gesellschaft. Anlässlich der zumeist autonom-anarchistischen Krawalle nach dem Tod von Alexandros Grigoropoulos haben inzwischen nicht nur der Riot-Dog, sondern auch die Polizisten, die mit Motorrädern in die Menge rasen um größt-mögliche Verletzungen anzurichten, Bekanntheit erlangt. Solche kennt man auch schon von den Studentenprotesten im Iran.
Um so härter die Staatsmacht zuschlägt, umso mehr Genugtuung bereitet dann ein solches Video, das mal eine effektive Gegenwehr dokumentiert.

Berliner Cops prügeln auch gegen Sachsen gerne

Ähnlich wie den Hansafans am Sonntag, die sogar mehrmals von den Polizeihunden gebissen wurden, wie nun bekannt wurde, erging es den Fans aus Halle an der Saale, die zum Regionalliga-Kick nach Berlin gereist waren. Und da wundern sich Leute und Öffentlichkeit darüber, wenn es Aggressionen gegen die Polizei gibt…

Angriffe auf „Solo Ultra SGD“ nach dem Spiel gegen Union Berlin

Jetzt hat es auch „Solo Ultra SGD“ erwischt. Entgegen der Schilderungen im Blickfang Ultra-Saisonheft, die Entspannung in der Dresdner Ultraszene beschrieben, gab es am vergangenen Freitag Attacken gegen die neuere Ultra-Gruppe in der sächsischen Landeshauptstadt. Diese gingen vor allem von Personen der „Faust des Ostens“, „SGD-Supporters Bautzen“ und „Dresden-Ost“ aus. Es sollen aber auch Einzelpersonen von UD dabeigewesen sein. Es wird sicherlich interessant, was nun folgt und ob die Ultras Dynamo sich dazu äußern werden in einem ihrer nächsten Hefte.

„Dann brauch ich auch gar nicht mehr mitfahren, Birgit!“

Als sich am Sonntag ein gut 300 Mann starker Tross Richtung Duisburg aufmachen wollte, ging so einiges daneben. Viel zu lachen gab es unterwegs trotzdem. Eine traurig-lachhafte Chronik.
Sonntag, es ist 2.30 Uhr in der Nacht. Rund 300 Hansa-Fans wollen in Berlin gerade zum Gleis gehen, von wo aus sie mit Regionalzügen in den Ruhrpott fahren, als Aufregung durch die Gruppe geht. Diese, ausgehend von einem Hertha-Fanclub, zieht sich noch einige Minuten. Einige Minuten in denen Polizeibeamte viel Pfefferspray anwendungswidrig direkt in Augen sprühen und mit Knüppeln derart oft auf Leute einschlagen, dass einige Fans ins Krankenhaus müssen. Diejenigen, die auf dem Gleis geblieben waren, blockieren den Zug. Eine Stunde später steht fest, dass mit diesem Zug niemand mehr seine Anschlüsse erreicht. Der Zug wird mit einer Stunde Verspätung freigegeben. Nach insgesamt etwa 3 bis 4 Stunden brechen die Hansafans nun Richtung Duisburg auf und bereits in Magdeburg wartet die nächste Überraschung. Beim Aussteigen wird ihnen zunächst verweigert auf den benachbarten Bahnsteig zu gehen, um ihren Anschlusszug zu bekommen, der noch einigermaßen erlauben würde, dass man das Spiel des FCH rechtzeitig erreicht. Nach kurzen Diskussion folgt abermals der massive Einsatz von Pfefferspray durch sogenannte Ordnungshüter. Wieder wird der Zug verpasst. Die Chance auf rechtzeitiges Erscheinen am Spielort hat nun keiner mehr, aber alle fahren weiter. (mehr…)

Babelsberg 03 vs. RW Erfurt


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