Archiv für Oktober 2011

TSV Rudow 1888 vs. Tennis Borussia Berlin

In dieser Saison müssen die Charlottenburger Veilchen erstmals in ihrer Geschichte sechst-klassig in der Berlin-Liga ihr Dasein fristen. Darum ging es gestern nach Rudow, jenem Verein, dem man seit ein paar Jahren ein Naziproblem nachsagt. Für ein etwas gesteigertes Interesse war also gesorgt und so fanden sich sowohl Printpresse, als auch das RBB-Fernsehn ein. zum Spielgeschehen möchte ich daher auch nicht viel verlieren. TeBe siegte mit 2:0. Auf den Rängen war die Stimmung, das war keine Überraschung, vom TeBe-Anhang dominiert. Immer mal wieder kamen Schlachtrufe. Zu Beginn der zweiten Hälfte erhellten schließlich ein paar Fackeln den grauen Nachmittag und es wurde dann tatsächlich geschafft eins von zwei Bannern anzuzünden. Großes Kino also! Wenige Minuten später gab es gleich den nächsten Aufreger. Am Bierstand kam es zu Schubsereien und wilden Gestikulationen zwischen den Prolls von der „Buckower Szene“ und den Veilchen, die alsbald von der Polizei beendet wurden und sich die Situation bis zum Spielschluss entspannte. Beim Abzug der Charlottenburger allerdings gab es nochmal Aufregung. An einem Imbiss am Zwickauer Damm standen sich die Konfliktparteien erneut gegenüber. Diesmal wechselten nicht nur Gestiken und Beleidigungen, sondern vereinzelt auch fliegende Gegenstände die Seiten, ehe die Polizei erneut einschritt. (mehr…)

Ultras machen ernst

Spiegel Online vermeldet, dass die Ultras eine Pyrotechnik-Offensive starten. Gerüchten zu Folge haben sie zunächst Frankfurt besetzt und schießen mit Leuchtspurmunition in die Nachbarstädte Offenbach, Wiesbaden und Mainz. Wenn der Vormarsch wie geplant klappt, sollen in den kommenden Tagen die Städte rheinauf- und abwärts überfallen und mit Rauchschwaden vernebelt werden. Deutschland stehen harte Zeiten ins Haus!

Ehre dem Kater Sylvester!

Zum Projekttutorium „Ultras in Deutschland“ an der HU Berlin

Dem Weblog Faszination Fußball sind jetzt etwas mehr Infos zum Projekttutorium von Jonas Gabler und Peter Czoch zu entnehmen. Vor allem zur Ausrichtung und den einzelnen Themenblöcken. Da sind wir mal gespannt!

Die „Occupy“-Bewegung und „Die Empörten“

In Spanien besetzten sie Plätze, zelteten dort über mehrere Wochen und traten für ihre Interessen ein. In den USA okkupieren sie wichtige Plätze und Straßen – angefangen bei der legendären Wall Street. Auch hier geht es um ihre Interessen. Unter dem zusätzlichen Ansporn der Veränderungen in der arabischen Welt, rufen die Bewegten nun weltweit zum Occupy-Protest auf. Die Medien hypen das auch ganz fleißig, obwohl Protest ja eigentlich immer eher kritisch gesehen wird. Aber wenn sogar der Präsident der Vereinigten Staaten bekennt, dass das da alles vollkommen zu recht stattfindet, dann muss da tatsächlich was Gutes dran sein. Allzu kritisch scheinen die Okkupisten also doch nicht mit den hiesigen Verhältnissen ins Gericht zu gehen. Grund genug zu schauen, was sie problematisch finden und was sie wollen. (mehr…)

Saarboteur Nr.1 / August 2011

Aus Saarbrücken gibt es nun auch ein Fanzine, das allerdings offenbar nicht aus der Ultraszene stammt. Jenes kommt äußerlich ähnlich dem Herzschlag von Babelsberg daher, ist im Einband aber dezent farblich gestaltet. Insofern schonmal ganz schick. Die Verarbeitung ist im Vergleich zum Heft aus Potsdam auch deutlich besser. Inhaltlich geht es vor allem um Hopping und die Auswärtsspiele des FCS. Die Artikel sind alles in allem überwiegend unspannend und gelegentlich gibt es dazu noch ein Bild vom Ort, Stadion, Geschehen. Hat mein Blut nicht schneller fließen lassen und vom Kauf der ersten Ausgabe würde ich daher eher abraten. Da allerdings noch viel Platz nach oben ist, zum Beispiel hinsichtlich der Bilder, würde mich eine Zweitausgabe sehr interessieren.

Ultra‘ goes Uni


Interessant könnte es in diesem Semester an der berliner Humboldt-Uni werden. Wie der neuesten Ausgabe der HUch! zu entnehmen ist, findet dort in Zusammenarbeit mit Jonas Gabler ein Projekttutorium zum Thema „Ultras in Deutschland“ statt. Zusammen mit Peter Czoch war er bereits vor gut einem Monat zu Gast bei der potsdamer Radiosendung Nulldrei.FM, bei der sie sich mit den Moderatoren über das Ultratum austauschten. Nun organisieren sie zusammen dieses Tutorium, um über zwei Semester den „Phänomenen und Aspekten“ der Ultra-Bewegung auf den Grund zu gehen. Damit tragen sie wohl nicht nur dem Rechnung, dass es von wissenschaftlicher Seite in den letzten Jahren in Form von Abschlussarbeiten mehr Aufmerksamkeit gab, sondern betreten auch ein gewisses Neuland, denn ein Seminar zu Ultras an sich dürfte ein ziemliches Novum sein. Los geht es offenbar am 20.Oktober.

Immer wieder FCH!

Das Kommando Mike Werner der Blau-Weiß-Roten Armee Fraktion läutet die Nordderby-Atmosphäre ein…

Ultra-Graffiti im Streetlights-Magazin


Das kostenlose Graffiti-Magazin Streetlights hat im Sommer ein Special zu Ultra-Graffiti herausgebracht. Zu lesen gibt es ein ausführliches Interview mit Leuten der Fringe Group Berlin, Infamous Youth Bremen und Diablos Leipzig-Leutzsch. Wirklich lesenswert ist, was die Fringe Group so erzählt, geben sie im Gegensatz zu den anderen wenigstens auch einen Einblick in Ultra-Graffiti über ihre Fanszene hinaus. Zusätzlich gibt es Bilder der jeweiligen Vereine und Städte. Wer was zum Lachen haben will, klickt mal hier. Außerdem wurde ein Überblick zum Graffitibox-Jam gegeben. Alles in allem ein cooles kleines Heft.