Angriffe auf Black Rebels Warszawa: »unpolitisch« mal anders

Berichten aus Polen zufolge wurden die anti-faschistischen bzw. anti-‘totalitären‘ Ultras von Erstligist Polonia Warschau gestern von den rechtsradikalen Hooligans der Fanszene aus dem Stadion geprügelt. Weil die ‚Black Rebels‘ Schals mit durchgestrichenen Hakenkreuzen zeigten, griffen die Hools sie an und hangen anschließend ein Transparent mit durchgestrichenem Hammer und Sichel-Symbol und dem Slogan „Nie wieder Kommunismus“ auf (1, 2, 3).

Ähnlich der Situation in deutschen Fußballstadien, in denen es bis zum Ende der Neunziger vielerorts eine Hegemonie rechtsradikaler Hooligans gab, sind Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Antikommunismus noch heute weit in den polnischen Fanszenen verbreitet, die weiterhin von archaischem, sprich patriarchalem und gewalttätigen Auftreten geprägt werden. Hatten die Ultras in Deutschland allerdings mit der Forderung nach unpolitischen Kurven für eine lange Zeit den Erfolg zu verzeichnen, dass jene rechtsradikalen Hooligans verdrängt werden konnten, muss man in Polen von einem auch ideologisch nahtlosen Übergang der Fankulturen sprechen.
Nachdem die Ultras beim gestrigen Derby gegen Legia Warschau hinausgeprügelt waren, übernahmen die Hools das Wort. Eines ihrer Mitglieder stieg auf das Vorsänger-Podest und gab dem Fanblock die sinngemäße Erklärung „Polen bleibt nationalistisch!“ ab.

Lesen & weitersagen!
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • MySpace

1 Antwort auf „Angriffe auf Black Rebels Warszawa: »unpolitisch« mal anders“


  1. 1 Angriff auf antifaschistische Polonia Warszawa-Fans | About #conditions Pingback am 01. Oktober 2013 um 22:03 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.