Archiv für Mai 2013

Ewige Tabelle der Nachwende-Oberliga 2012/2013

Wie schon in der Vorsaison habe ich mir – vordergründig aus eigenem Statistik-Interesse – die Mühe gemacht und Frank Willmanns Ewige Nachwende-Oberliga-Tabelle weitergerechnet. Überaschungen oder Neueinsteiger gab es diesmal nicht. Durch die Regionalliga Nordost kommt doch schon einiges an Ordnung in die Sache, wobei die Aufstiegsrelegation in den Profibereich, wie schon in den 1990er Jahren sicherlich eine besonders große Hürde darstellen wird, um unter die besseren Ost-Teams aufzurücken. Im vorderen Feld tauschen die Erzgebirgler und Chemnitz die Plätze, im hinteren Bereich die Brause und Meuselwitz. Union Berlin holt den zweiten Nachwende-Titel und darf gemeinsam mit Dresden anstoßen, da sie nunmehr die 200 Punkte geknackt haben. Zu den lokalen Rivalitäten passend, platzieren sich auch diesmal Jena und Erfurt, sowie Magdeburg und Halle direkt nebeneinander. Das Prinzip war wieder einmal, dass die Ostteams von Platz 1 bis 14 über die Ligen hinweg gelistet werden und abfallend 14 bis 1 Punkt(e) erhalten. Meistertitel sind mit Sternchen gekennzeichnet.1 An allen 22 Spielzeiten teilnehmend waren Hansa Rostock, Union Berlin, der Chemnitzer FC, Carl Zeiss Jena und Erfurt. (mehr…)

für mal so zwischendurch

Bin gerade etwas schreibfaul, weshalb ich für den Sommerspaß mal zwei Links zur Empfehlung stehen lasse…
Daten-Sammelwut: Polizei forscht Fußball-Fans aus.
Ein interessantes Hopping-Zine-Projekt: Ludmilla.

In diesem Sinne: Energie-Schweine raus & scheiß Sankt Pauli! :*

In dubio pro reo.

In verschiedenen Medien schallte es heute, dass es Razzien gegen sogenannte Chaoten aus der rostocker Fanszene gab. Anlässlich eines Zugangriffs, einer Auseinandersetzung im Zug und einer Auseinandersetzung während eines Rap-Konzertes werden 43 Wohnung in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Brandenburg und Berlin durchsucht. Doch was glauben denn die Herren und Damen von der Bundespolizei und der Staatsanwaltschaft Rostock zu finden? Steine vom Zugangriff? Flaschen von den Auseinandersetzungen? Weder noch. Wie vor einem Monat in Hannover geht es darum, willkürlich zu beweisen, dass man Herr des Gewaltmonopols ist und das Recht bei jedweder selbst juristisch fragwürdigen Aktion auf seiner Seite weiß. Wenn es, wie in der zurückliegenden zweiten Hälfte der Spielzeit 12/13, eben zu ruhig um die mordenden Horden ist, generiert man sich die Schlagzeilen, die man regelmäßig braucht, eben selbst. Die Frage nach einer Verhältnismäßigkeit stellt sich da selbstredend schon gar nicht mehr.
Davon betroffen ist auch die juristische Unterstützungsorganisation Blau-Weiß-Rote-Hilfe. Somit darf die Razzia auch als Angriff auf das Recht des Einzelnen verstanden werden, sich gegen Behördenwillkür zu wehren und Beamte zur Rechenschaft zu ziehen.