Archiv für März 2014

Wider den modernen Fußball?

In Europa wurde das Berufsspielertum unter bürgerlicher Ägide ausgehandelt, was zur Folge hatte, dass die Spieler ihren sozialen Gewinn mit „politischer“ Entrechtung zu bezahlen hatten. Während zuvor – im Gegensatz zu Argentinien – völlige Bewegungsfreiheit bestand, was u.a. dazu führte, dass Spieler gleich für mehrere Klubs kickten und diese sich zu einem besonderen Anlass verstärken konnten, funktionierte das neue System, wie es erstmals 1893 in England eingeführt wurde, nun wie folgt: Sobald ein Spieler mit einem Verein einen Vertrag abgeschlossen hatte, dessen Laufzeit die Länge von einem Jahr zunächst nicht überschreiten durfte, wurde er vom Fußballverband registriert. Es war dem Spieler dann auch nach Ablauf seines Vertrages nicht gestattet, sich einem anderen Verein anzuschließen, ohne dass sein Verein ihn vorher freigab. […]
Nach der Einführung des Transfer- und Ablösesystems begannen die Spieler darüber nachzudenken, wie sie, die zum lebenden Teil des Klubinventars degradiert worden waren, ihre Interessen besser verteidigen konnten. Ein FA-Council-Mitglied namens C.E. Sutcliff sollte den nun folgenden Konflikt als einen zwischen „Herren und Dienern“ definieren. (mehr…)