Archiv für August 2014

George Tabori – Gefährten zur linken Hand

»Ich werde tun, was ich kann«, unterbrach Farkas ihn und griff nach seinem Glas. »Auch wenn es herzlich wenig sein wird. Aber bitte verlangen Sie kein Interesse von mir. Natürlich hat Ihr unglücklicher Bruder meine Sympathie, aber erwarten Sie keine Sympathie für ihre politischen Ansichten. Politik ist wie…«
»Keine Aphorismen, bitte.« Giacobbe di Boccas Stimme knarrte wie eine sich öffnende Tür. »Ich weiß, daß Sie sich nicht für Politik interessieren, worunter Sie eine Reihe von aufgeblasenen Staatsbeamten verstehen, die sich brüsten, bereichern oder ermüdende Dekrete erlassen, deren Nichtbeachtung Sie sich leisten können. Sie sind überall der distinguierte Fremde: eine angenehme Rolle, die Sie erhaben macht über die Einheimischen; die anderen Menschen sind für Sie nun mal Einheimische, habe ich recht? (mehr…)