Ewige Tabelle der Nachwende-Oberliga 2019/2020

Wieder sind zwei Jahre vergangen und die nunmehr neunundzwanzigste Spielzeit im gesamtdeutschen Fußball hat ihr Ende gefunden. Das ist Grund genug mal wieder die Statistik zu bemühen und zu schauen, wie sich der Ost-Fußball inzwischen präsentiert. Vorweg: Es hat sich einiges bewegt in der oberen Hälfte der ewigen Nachwende-Oberliga. Die Idee dazu stammt aus Frank Willmanns Buch „Zonenfußball“. Gelistet werden entsprechend der DDR-Oberliga die vierzehn besten Teams aus dem Gebiet der ehemaligen DDR und diese für jede Saison absteigend mit 14 bis 1 Punkten bewertet. Zusammengerechnet ergibt sich nicht nur eine ewige Nachwendeoberliga-Tabelle. Zugleich gibt es auch Auskunft über die langfristig erfolgreichsten Ostvereine und im Vergleich der Spielzeiten lässt sich der Auf- und Abstieg einzelner Klubs gut nachzeichnen.1

Kommen wir also zum Eingemachten. Alle Jahre unter den Top14 des Ostens standen bis heute Hansa, Union und der Chemnitzer FC. Rechnerisch an der Spitze steht weiterhin der F.C. Hansa aus Rostock, der mit insgesamt zwölf Bundesliga-Spielzeiten einen gehörigen Vorsprung erspielt hat. Als einziger Verein hat der FCH bisher die 300er-Marke geknackt. Im nächsten Jahr, der 30.Saison nach der fußballerischen Wiedervereinigung, wird dann auch der 1.FC Union aufschließen und dem Club der 300er beitreten. Die Unioner haben es nun auch geschafft und den FC Energie als Zweitplatzierten abgelöst. Die Cottbusser rutschen auf einen geteilten 3.Platz ab. Der sportliche Niedergang in den letzten Jahren zeichnet dafür verantwortlich, dass sie jetzt punktgleich mit Dynamo Dresden rangieren. Der nächste Stellungswechsel wartet sodann mit dem thüringer Derby auf, wo Carl Zeiss Jena die im Abwärtstrend befindlichen Erfurter auf Platz 7 ablösen. Dass der 1.FC Magdeburg seinen 9.Platz behaupten kann, verdanken sie ihrem Kurzbesuch in der 2.Bundesliga. Durch den Punktgewinn konnten sie die Leipziger Franchisenehmer auf Distanz halten. Nach langer Abstinenz meldete sich der VfB Leipzig/Lok Leipzig zurück, rückt im Ranking zwar weiter runter, konnte aber wieder punkten. Am stärksten abgerutscht sind die Babelsberger – von Platz 11 geht es auf die 14. Neu hinzu gekommen sind nun die VSG Altglienicke und Union Fürstenwalde.

  1. Für die Statistik problematisch stellen sich nunmehr verstärkt zwei Aspekte heraus. Die Brausebullen haben hier eigentlich nichts zu suchen. Außerdem ergibt sich aus Insolvenzen, Auflösungen und Neugründungen das Problem der Frage, wem die Punkte zugeschrieben werden, ob neu berechnet wird oder ob alter und neuer Verein zusammengerechnet werden. Wenn ich Zeit und Lust finde, werden sich die Saisons nochmal bereinigt errechnen. Das kann ich aber nicht versprechen. [zurück]
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