Wieso und weshalb? Wozu und warum?

In diesem Blog dreht es sich um Ultras und Fußball. Gesellschaft, Politik und Kritik. Gelegentlich auch um Abseitiges. Alles irgendwie verschieden und doch untrennbar. Untrennbar? Sehr richtig. Es folgt ein Geständnis und Aufklärung. Wenn wir über das Fußball-Phänomen der letzten 10 Jahre in Deutschland oder gar der letzten 40 Jahre in Europa sprechen, dann kommen wir an den Ultras nicht vorbei. Diese Subkultur, mehrheitlich durch Jugendliche bevölkert, die die Stadien nicht nur mit Farben und Gesängen belebt, sondern auch regelmäßig für Schlagzeilen sorgt. Schlagzeilen, die zumeist Ergebnis jener Konfrontation sind, die sich aus dem antagonistischem Charakter, dem Anders-Sein dieser Bewegung ergibt. Und auch wenn nicht jede Kurve sich als so anders gegenüber der gesellschaftlichen Normalität begreift, sich gar als unpolitisch brandmarken will, ist ihr zu entgegnen, dass sie hier gegen Windmühlen läuft, die Augen verschließt. Denn es sind immernoch die Verhältnisse der politischen Ökonomie dieser Gesellschaft, die uns den modernen Fußball bescheren. Sei es allein der Staat für sich als die politische Gewalt, die den Leuten Recht und Gesetz in letzter Konsequenz qua Gewaltmittel bestimmt oder auch nur die ökonomische Basis, nach deren Regeln sich unser Leben zu gestalten hat, es ist jenseits von rechts-links-Paradigmen politisch, wenn wir uns in diesem Rahmen bewegen. Und es ist politisch, dass wir uns in diesem Rahmen bewegen müssen. Sich gegen diese Einsicht zu verschließen, kommt einer Kapitulation vor den Ursachen jener Belästigung gleich, die unter Fußballfreunden als moderner Fußball bezeichnet wird. Von den Aus- und Einfällen des alltäglichen Normalbetriebs ganz zu schweigen.
Vor jenem Hintergrund erwächst es schließlich ja schon quasi als Selbstverständlichkeit sich mit Phänomenen innerhalb dieser Bedingungen auseinander zu setzen und sie zu hinterfragen. Was ist Rassismus und was soll er? Was ist Sexismus und was soll er? Um nur zwei der berühmtesten Fixpunkte solcher Debatten anzuführen. Nicht zuletzt steht die Frage, was jene Ideologien der Gesellschaft, der Ultra-Bewegung und letztlich der einzelnen Szene bringen?
Wieso machen die Leute da mit? Wieso handeln sie sexistisch, homophob, rassistisch? Ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, hat sich dieser Blog verschrieben.

Und gerade weil jener Eric Cantona sich den Rassismus eines Zuschauers im Stadion nicht gefallen ließ und ihn kurzer Hand umknockte, ist dieser Blog nach ihm benannt. Jener, der von der ManU-Fans einst zum wertvollsten Spieler des Jahrhunderts gekrönt wurde und der auf Grund seiner Courage und, das sei eingestanden, Fehltritte so massiv hohe Strafen durch die Verbände auferlegt bekam, sei hiermit geehrt!

Als Empfehlung an dieser Stelle noch eine Radio-Sendung, die sich u.a. mit Eric Cantona befasste:

*Auch wenn die Berichte zu Spielen, Fanszene und Kurve von Hansa Rostock auf diesem Blog erhöhte Präsenz genießen, kann für die Übereinstimmung mit der „Szenemeinung“ nicht gewährt werden. Vielmehr ist diese Seite Äußerung einer unter vielen Meinungen.

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