Archiv Seite 2

Quasi konsequent.


Jürgen Elsässer, wer kennt ihn nicht? Krude ist eine gern verwendete Beschreibung für ihn. Als Wandler in der linken Welt hat er so wirklich alles durchlaufen, mit dem man sich gegen den – wie auch immer gearteten – Hegemon stellen kann. Als Mitglied im Kommunistischen Bund war das [der Hegemon] die in den Westblock eingebundene BRD. Nach dem Anschluss der vormaligen DDR war das der neue aufflammende völkische Nationalismus. So kam er zur Bahamas und wurde einer der Ur-Väter der antideutschen Bewegung. Als Fan der unterdrückten und verfolgten Völker, die sich ihrer Souveränität beraubt oder bedroht sehen müssen, wurde es alsbald die Junge Welt und zur Jahrtausendwende deren Spaltprodukt, die Jungle World, der er sich verschrieb. (mehr…)

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Wider den modernen Fußball?

In Europa wurde das Berufsspielertum unter bürgerlicher Ägide ausgehandelt, was zur Folge hatte, dass die Spieler ihren sozialen Gewinn mit „politischer“ Entrechtung zu bezahlen hatten. Während zuvor – im Gegensatz zu Argentinien – völlige Bewegungsfreiheit bestand, was u.a. dazu führte, dass Spieler gleich für mehrere Klubs kickten und diese sich zu einem besonderen Anlass verstärken konnten, funktionierte das neue System, wie es erstmals 1893 in England eingeführt wurde, nun wie folgt: Sobald ein Spieler mit einem Verein einen Vertrag abgeschlossen hatte, dessen Laufzeit die Länge von einem Jahr zunächst nicht überschreiten durfte, wurde er vom Fußballverband registriert. Es war dem Spieler dann auch nach Ablauf seines Vertrages nicht gestattet, sich einem anderen Verein anzuschließen, ohne dass sein Verein ihn vorher freigab. […]
Nach der Einführung des Transfer- und Ablösesystems begannen die Spieler darüber nachzudenken, wie sie, die zum lebenden Teil des Klubinventars degradiert worden waren, ihre Interessen besser verteidigen konnten. Ein FA-Council-Mitglied namens C.E. Sutcliff sollte den nun folgenden Konflikt als einen zwischen „Herren und Dienern“ definieren. (mehr…)

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„[…]sondern auch die größere Unterwürfigkeit der Frau.“

Obiges Zitat stammt, wie ihr wisst ;) , aus einer Rede Clara Zetkins auf dem internationalen Arbeiterkongress 1889 in Paris. Hundertfünfundzwanzig Jahre später ist die Frage der Frau, ihre Rolle und ihre Emanzipation offenbar immernoch keine geklärte Sache; einzig die feministische Theorie hat sich entwickelt, wie und wohin soll an dieser Stelle mal nicht näher betrachtet werden. Die CDU-Vorzeigefeministin Alice Schwarzer darf für die BILD schreiben, wie haben eine Frau zur Bundeskanzlerin („Wie fortschrittlich ist das denn!?!“) und seit Kurzem eine ostdeutsche Dschungelqueen.
Und trotzdem – oder gerade deswegen? – ist die Frauenfrage nicht ausgestanden. In der aktuellen Freitag-Ausgabe findet sich nun ein Leitartikel, der sich gegen den Barbie-Feminismus junger westdeutscher Frauen richtet. Frauen, die sich emanzipiert geben, den Slang drauf haben, aber leben, als wären sie in eins mit ihren Barbie-Püppchen von dereinst gefallen. Die Autorin Mirna Funk, ihres Zeichens sozialisierte Ostdeutsche und Nachfahrin von Stephan Hermlin, bezieht Position gegen eine durch eigene Ideologie in die Defensive gedrängte und sich in ihrer Opferrolle offenbar recht wohlfühlende feministisierte Frauenwelt, die ideell nicht hinter ’68 zurückfallen will, materialisiert aber am Status quo des Patriarchats festhält. Eine „feministische Bewegung“, wenn man sie überhaupt so nennen darf, die aus der eigenen fehlenden Emanzipation die Verbotsforderung gegen Männer richtet, dass diese nicht empfinden, fühlen und leben dürften, wie sie es als Menschen tun – weil Frauen es auch nicht dürften. Ein Feminismus der sich zum Matriarchat aufschwingt stattdass er nach vorn gerichtet an der Gleichwertigkeit von Lebensentwürfen jenseits von Geschlechterrollen – und das meint ganz genau die Emanzipation der Frau aus dem patriarchalen Gefüge – als politische Kernforderung festhält. Mirna Funk konstatiert eine westdeutsche Frauenwelt, die völlig defensiv mit feministischer Begrifflichkeit um sich wirft, sich aber auf Grundlage dessen vielmehr als objektiviertes Opfer sieht, als als emanzipiertes Subjekt (oder eines, das es werden will), das diesen gesellschaftlichen Bedingungen die Stirn bietet und nicht nur selbstbewusst, sondern auch materialisiert zur Tat schreitet. (mehr…)

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Cause we fucked up what we called love.

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Freundschaft!

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Ist das schon AgitProp?

Als Ya Basta!-​Re­dak­teu­re am Sams­tag Mor­gen schließ­lich mit dem Tret­boot in Frank­furt (ok, wir sind auch erst in Fran­furt ge­star­tet) ein­schip­per­ten, da staun­te man nicht schlecht, wel­ches Emp­fangs­ko­mit­tee da für uns be­reit ge­stellt wurde. Schon in den Mor­gen­stun­den waren Hub­schrau­ber, ein Po­li­zei­boot, zahl­rei­che Six­packs, Ge­lenk­bus­se (als Shut­tle­ser­vice), Po­li­zis­ten aus Rhein­land Pfalz, Würz­burg, Nürn­berg und na­tür­lich Hes­sen im Ein­satz.

Auch sehenswert. Die Spruchbänder von Ultras Frankfurt beim Spiel gegen die Nürnberger.

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Zentimeter um Zentimeter

»Kommt doch her, ihr Fotzen«, lautet ihr eindeutiges Angebot. »Traut euch doch mal, ihr scheiß Zecken«, schreit der Nächste. Die »Ultras Braunschweig« (UB) stehen im Gästeblock in Mönchengladbach. Das erste Mal seit gut fünf Jahren hat sich die Ultragruppe damit direkt in die Fankurve gestellt. Zu den anderen Braunschweigfans. In den Stehplatzbereich.

Zuvor waren sie über Monate hinweg von rechten Hooligangruppen bedroht und eingeschüchtert worden, nachdem sie in der letzten Saison die Rückkehr ins Stadion wagten. Bis zum Oktober 2012 waren UB jahrelang aus verschiedenen Gründen während der Spiele des Profiteams nicht im Fußballstadion anzutreffen und unterstützten stattdessen zum Beispiel das Frauen-Handball-Team der Eintracht. In der vergangenen Saison kehrten die Ultras dann ins Stadion zurück. Nicht in den Fanblock, sondern auf die gegenüberliegende Tribüne. Doch bereits bei ihrem ersten Spiel im Oktober 2012 wurde die Gruppe von rechten Hooligans angegriffen und bedroht.
Die Gruppe »Ultras Braunschweig« ging in den folgenden Monaten immer häufiger ins Stadion, aber die Bedrohungen ebbten nicht ab. »Der Verein hat von uns gefordert, uns nicht so zu isolieren«, sagt ein UB-Mitglied. Dieser Aufforderung seien sie nun nachgekommen. Mit einem eindeutigen Ergebnis.

Transparent-Magazin zu den erneuten rechts motivierten Angriffen auf die Ultras Braunschweig

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Darmstadt 98 vs. Hansa Rostock

Zur unterirdisch schlechten Leistung muss man wohl keine Worte verlieren. Eine 0:6-Niederlage spricht schließlich Bände. Entsprechend gab es nach dem Spiel Ansagen von den Fans an die Spieler und auch die Zaunsfahnen wurden vorzeitig abgenommen.
Hatte man nun gehofft, dass man bei ein paar Schnäppis einfach nach Hause fahren kann, belehrten einen die hessischen Beamten eines Besseren. Wie bereits vor Anpfiff aus gesicherten Kreisen durchgedrungen war, hatten sich die BFE-Beamten heute einigen RambaZamba vorgenommen. Auf Grund von falsch gehangenen Bannern wollten sie schon während des Kicks in den Gästeblock stürmen, hielten sich dann aber doch noch zurück. Stattdessen drehten sie nach dem Spiel im Wald, der an das Stadion grenzt, frei. Infolge von Rangeleien, deren Grund mir nicht ersichtlich war, versprühten sie gezielt und massenhaft Pfefferspray gegen die Hansafans. (mehr…)

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Countdown zum Syrien-Krieg läuft

Den Medien kann man entnehmen, dass der endgültige Startschuss zur Mobilisierung der NATO-Streitkräfte gefallen ist. Hat der Westen bislang nur mittelbar im Syrien-Konflikt mitgewirkt, so ist mit dem Giftgas-Einsatz nun der Startschuss gefallen: Hollande, Obama und Merkel machen mobil zur Neuordnung Syriens nach nordamerikanisch-europäischen Maßstäben. (mehr…)

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Ultras Gelsenkirchen lösen diplomatische Spannungen aus

Viele haben es schon erfahren wie die Miliz gestern gegen die Nordkurve Gelsenkirchen gewütet hat. Auslöser war eine mazedonische Flagge, die die Gästefans aus Griechenland provoziert hat. Die UGE sind mit den Komiti Skopje befreundet, deren Düsseldorfer Sektion gestern zugegen war und ihr Banner aufgehangen hat. Politischer Hintergrund dessen ist ein seit zwanzig Jahren andauernder Flaggen- und Namensstreit zwischen Griechenland und Mazedonien. (mehr…)

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